Banijay Gaming hat sich auf den Erwerb von Groupe JOA, dem zweitgrößten Casino-Betreiber in Frankreich, geeinigt. Die Transaktion soll in der zweiten Hälfte von 2026 abgeschlossen werden.
Durch eine Put-Option, die von Fonds verwaltet wird, die von Blackstone und Kings Park Capital betreut werden, gehen 33 Standorte an Banijay über. Groupe JOA verzeichnete 2025 4,6 Millionen Besucher und erzielte einen Bruttospielertrag von rund 430 Millionen Euro. Für den Abschluss der Übernahme sind die Anhörung der Arbeitnehmervertreter, die Fusionsfreigabe und die Genehmigung durch die französischen Glücksspielbehörden erforderlich.
Strategische Expansion und Marktposition
Diese Transaktion folgt der Gründung der Banijay Gaming-Sparte earlier in diesem Jahr. Im April erwarb das Unternehmen den deutschen Wettanbieter Tipico und fusionierte ihn mit Betclic. Die kombinierten Unternehmen sollten auf Pro-Forma-Basis für 2025 einen Umsatz von 7,4 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBITDA von 1,6 Milliarden Euro generieren.
Nicolas Béraud, Vorsitzender von Banijay Gaming, erklärte, dass dieser Schritt den Erwartungen der Kunden nach nahtlosen digitalen und physischen Erfahrungen gerecht werde. Der Gruppen-CEO François Riahi merkte an, dass die Übernahme die Entwicklung des Unternehmens zu einem diversifizierten Omnichannel-Führer in Frankreich unterstütze.
Groupe JOA rangiert derzeit in Frankreich nach Groupe Barrière an zweiter Stelle, gemessen an Umsatz und Anzahl der Spielstätten. Groupe Partouche betreibt 40 Casinos in Frankreich und Belgien, während Groupe Barrière 27 Standorte verwaltet. Die Konsolidierung könnte die anhaltende Diskussion über die Regulierung des Online-Casino-Glücksspiels im Land beeinflussen.