Die University of Mississippi hat eine jährliche staatliche Finanzierung in Höhe von 2 Mio. USD beantragt, um ein spezialisiertes Forschungszentrum und Behandlungsambulanzen für problematisches Glücksspiel einzurichten. Die staatlichen Gesetzgeber sollen den Vorschlag Anfang 2027 prüfen.
Das zugewiesene Budget würde gleichmäßig zwischen dem neu gegründeten Center on Collegiate Gambling und der Mississippi Gambling Clinic aufgeteilt werden. Das Forschungszentrum wird sich auf Wettermuster von Studierenden, Bildungsprogramme und die Entwicklung von Public Policy konzentrieren. Die Klinik wird spezialisierte Behandlungsdienste für die allgemeine Bevölkerung bereitstellen.
Regionale Daten und Finanzierungsansatz
Online-Sportwetten bleiben in Mississippi unreguliert, nachdem legislative Bemühungen drei Jahre in Folge gescheitert sind. Universitätsbeamte weisen darauf hin, dass die gesundheitlichen Auswirkungen des Glücksspiels unabhängig von der Legalität mobiler Wetten weiter zunehmen. Aktuelle Zahlen zeigen, dass fast 20 Millionen Amerikaner im vergangenen Jahr problematisches Glücksspielverhalten berichteten, während etwa 4 Prozent der Erwachsenen in Mississippi die klinischen Kriterien für eine Glücksspielerkrankung erfüllen. Der Bundesstaat ist derzeit eine von neun Jurisdiktionen, die keine öffentlichen Mittel für Glücksspiel-Behandlungsdienste bereitstellen.Eine Umfrage aus dem Jahr 2025 an den Hochschulen Mississippis ergab, dass 40 Prozent der Studierenden in den vorherigen zwölf Monaten gewettet hatten, wobei Sportwetten die häufigste Aktivität darstellten. Unter den Studierenden, die auf Sport gewettet haben, wiesen 16 Prozent moderate bis schwere Anzeichen für problematisches Glücksspiel auf.
CCG-Gründungsmitglied Dr. Daniel Durkin bestätigte, dass das Zentrum nach privaten Spendern sucht und dabei Spenden außerhalb der Glücksspielindustrie priorisiert.